Zusammenfassung
des Fanpage-Interviews vom 07.02.2003
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2003 www.laurent-daniels.de / Foto: ©
2003 Laury
Im Anschluss an die "Rosa Sitzung" nahm sich Laurent freundlicherweise wieder einmal Zeit zur Beantwortung der Fragen, die sich in den letzten Monaten angesammelt hatten. Schon fast als traditionsgemäß ist es zu bezeichnen, dass in Laurents Gegenwart die technischen Gerätschaften reihenweise schlapp machen, und so ist es auch kaum noch verwunderlich, dass diesmal der MD-Recorder den Mitschnitt des Interviews verweigerte.;-) Aus diesem Grunde können Laurents Antworten hier leider nur sinngemäß wiedergegeben werden.
Was
hat sich in der letzten Zeit bei dir getan? Gab es nach "Berlin, Berlin"
weitere Rollen?
Zu unserer großen Freude berichtete Laurent, dass er tatsächlich
gerade für einige Folgen der erfolgreichen Internatsserie "Schloss
Einstein" als Heiratsschwindler vor der Kamera gestanden hat bzw. die letzten
Drehtage noch bevorstehen. Bis wir Laurent in dieser Gastrolle auf dem Bildschirm
sehen können, dauert es allerdings noch eine Weile: Der Kinderkanal wird
die betreffenden Episoden in der Vorweihnachtszeit ausstrahlen.
Du
erwähntest ja kürzlich ein paar "banale Jobs". Was waren
das denn für Dinge?
"Zum Beispiel dieser hier", erwiderte Laurent (tztz, ich persönlich
würde seine Beiträge zur diesjährigen "Rosa Sitzung"
allerdings nicht unbedingt unter dem Stichwort "Banalitäten"
einordnen...).
Ferner
hat sich Laurent kürzlich wieder einmal als Ausstatter betätigt und
die optische Gestaltung für eine Party im Club "Dorian Gray"
übernommen, der gerade in Berlin seine Pforten geöffnet hat (soweit
ich mich erinnere, waren Bilder von der Eröffnungsfeier mit illustren Gästen
wie Boris Becker sogar im TV zu sehen).
Auch für Laurents nächsten Auftrag ist sein gestalterisches Talent
gefragt: Er zeichnet für das Bühnenbild der neuen Show von Marianne
Rosenberg und Christian Schodos verantwortlich, die unter dem Titel "Cocktails
for two" am 13. März 2003 in der Berliner "Bar jeder Vernunft"
Premiere hat.
Ansonsten beschäftigt sich Laurent zurzeit sehr intensiv mit eigenen Drehbüchern.
Kürzlich
war zu lesen, dass du in diesem Jahr sogar eigene Drehbücher verfilmen
möchtest. Ist das eher als Wunschvorstellung einzuordnen, oder gibt es
schon konkrete Pläne?
Hierzu berichtete Laurent, dass er in der letzten Zeit einige sehr interessante
und viel versprechende Kontakte geknüpft habe. Es befindet sich einiges
in Bewegung, ist aber noch nicht so weit in sicheren Tüchern, dass der
abergläubische Laurent darüber schon etwas verraten wollte. Er wirkte
jedoch sehr zuversichtlich.
Wie sieht
es in musikalischer Hinsicht aus? Ruht dieser Bereich im Moment ganz oder besteht
die Aussicht, mal wieder neue Songs von dir zu hören?
Auch auf diesem Sektor ist etwas in der Schwebe, aber ebenfalls noch nicht
spruchreif. Folglich wollte Laurent auch dazu im Moment noch keine Details preisgeben.
Letztes
Jahr sagtest du, dein Traum wäre es, eine kleine Liveband zusammenzustellen.
Du brauchst jetzt auch gar nichts Genaues zu verraten.:-) Es würde mich
nur interessieren, ob dieses Thema überhaupt noch aktuell ist.
Diese Frage schien den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben.:-) Genau das
ist es wohl, woran er arbeitet. Ein bisschen Daumendrücken könnte
vielleicht nichts schaden.
Ist denn
in der nächsten Zeit mal wieder mit Liveauftritten zu rechnen?
"Es gibt eine konkrete Anfrage für den CSD in Köln",
erzählte Laurent. Allerdings ist seine Teilnahme noch ungewiss, weil er
zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht weiß, ob bis dahin bereits neues Songmaterial
fertig gestellt ist. Dort wieder mit den alten Songs anzutreten, erscheint Laurent
wenig sinnvoll. Mit dieser Überlegung stieß er allerdings auf lauten
Protest unsererseits, denn "Don't give it up" zum Beispiel hat Laurent
bisher erst ein einziges Mal öffentlich gesungen, sodass es für das
Publikum noch lange kein alter Hut ist. Lachend versprach Laurent, sich die
Angelegenheit unter diesem Aspekt noch einmal wohlwollend durch den Kopf gehen
zu lassen.:-)

Zwischendurch ließ sich Laurent für eine Weile von zwei feurigen
Teufeln ablenken.
Du hast
ja auch schon Songtexte für andere geschrieben, z.B. "The
voice of her heart" für Special Flow. Wäre das nicht auch
ein größerer Markt für dich? Deine Texte sind doch sehr schön.
Vor allem liebe ich ja diese düsteren Texte.:-)
Wie sich herausstellte, war diese Frage keineswegs unberechtigt, denn ein
gewisser "Peter Woodhammer" besitzt tatsächlich bereits einen
Exklusiv-Autorenvertrag mit dem Arabella Musikverlag!
In diesem Zusammenhang löste Laurent auch das Rätsel auf, warum er
sich als Songwriter so plötzlich das Pseudonym "Peter Woodhammer"
zugelegt hat. Der Grund ist erstaunlich: Bei der GEMA waren bereits zwei(!)
ausländische Autoren mit dem Namen "Laurent Daniels" gemeldet
(so viel zum Thema Einzigartigkeit), sodass Laurent sich wohl oder übel
einen anderen Namen überlegen musste. Eine Ableitung von seinem bürgerlichen
Namen Laurent (bei der eingedeutschten Aussprache dieses frz. Namens drehte
sich mir persönlich wieder einmal der Magen um - Eltern können manchmal
grausam sein *g*) Peter Holzamer erschien ihm dabei am nächstliegenden.
Ideal ist diese Lösung zwar nicht, wenn der Sänger Laurent Daniels
selbst geschriebene Songs präsentiert, unter denen dann aber ein ganz anderer
Name als Autor angegeben ist, es ließ sich aber leider nicht vermeiden.
Als durchaus reizvoll empfindet es Laurent, hin und wieder Texte zu Melodien
anderer Komponisten zu schreiben. Bei seinen eigenen Songs entsteht in der Regel
zuerst der Text, zu dem dann anschließend eine Melodie entwickelt werden
muss. Ist die Musik bereits vorhanden, verläuft das Texten entspannter.
Du hattest
Crazeheart gegenüber einmal erwähnt, dass du deinen ersten Song mit
etwa 20 geschrieben hast, es aber noch eine ganze Weile dauerte, bis dieser
dann produziert wurde. Wurde dieser Song dann auch veröffentlicht?
"Nein, mein erster Song wurde überhaupt nicht produziert."
Wie hieß
denn dein erster Song?
"Ich glaube, das war 'Felicity'."
Und welches
war der erste Song, der produziert wurde?
"Das müsste 'Crazy Love' gewesen sein."
Was hältst
du eigentlich von diesen ganzen Casting-Shows? Was empfindet man als Künstler,
der vergeblich versucht, bei den Plattenfirmen unterzukommen, dabei, wenn unbekannte
Talente von heute auf morgen dermaßen hochgepusht werden?
Laurent: "Irgendwas zwischen Faszination und Ekel." Er bringt
es auf den Punkt: Die Macher verdienen sich an "Deutschland sucht den Superstar"
eine goldene Nase. Die medienunerfahrenen Kandidaten hingegen sind seiner Meinung
nach völlig überfordert. Laurent befürchtet, dass besonders sehr
junge Teilnehmer wie Daniel und Vanessa den ganzen Rummel nicht unbeschadet
überstehen werden. Spätestens dann, wenn der Erfolg einmal nachlässt
- was seiner Meinung nach zwangsläufig passieren wird - und sie dann feststellen
müssen, wie schnell sie von den Machern wie heiße Kartoffeln fallen
gelassen werden, weil der Profit nicht mehr stimmt, werden einige in ein ganz
tiefes Loch fallen. Die einzige Kandidatin, die seiner Ansicht nach der ganzen
Situation überhaupt einigermaßen gewachsen ist, ist Juliette, die
durch ihre Musical-Arbeit bereits über eine gewissen Branchenerfahrung
verfügt. Auf alle anderen, auch auf den bisher recht gelassen wirkenden
Alexander, sieht Laurent Probleme zukommen.
Eine rühmliche Ausnahme unter all den gecasteten Stars und Sternchen bilden
für Laurent die "No Angels", die es geschafft haben, dem ganzen
Druck standzuhalten. Das führt Laurent darauf zurück, dass Leute wie
Vanessa, mit der er ja schon bei GZSZ gedreht hatte, und Lucy, die ihm aus Hamburg
bekannt war, neben ihrem Talent auch bereits eine gewisse Medienerfahrung mitgebracht
haben.
Mal etwas
ganz anderes: Wie weit ist eigentlich deine 10-Jahres-Planung in Sachen Führerschein
gediehen? ;-)
Laurent lacht und weist mit gespielter Entrüstung darauf hin, dass
er in der letzten Zeit einfach zu beschäftigt gewesen sei, um weiter daran
zu arbeiten, die Sache im März aber wieder aufnehmen wolle.
Ach,
dann hattest du tatsächlich schon ein paar Fahrstunden? ;-)
Laurent lachend:
"Jaaaa." Na, dann wünschen wir Laurent weiterhin viel Erfolg
auf den Straßen von Berlin! Er versprach übrigens, uns über
seine Fortschritte auf dem Laufenden zu halten.*g*
Du warst
ja kürzlich in Ägypten. Wie hat es dir dort gefallen?
Laurents
Urteil war eindeutig: einmal und nie wieder. Er und Andreas hatten diesen Urlaub
nicht als Besichtigungsreise geplant, sondern dieses Ziel vorwiegend deshalb
gewählt, weil es sich um eine preiswerte Pauschalreise handelte und Ägypten
das einzige Land mit Sonnengarantie war. Als extrem negativ hätten sie
jedoch die Einstellung der Einheimischen gegenüber Touristen empfunden:
Auf der einen Seite seien die Menschen auf die Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen
und gehen dabei auch recht aufdringlich vor, auf der anderen Seite aber bekomme
man mehr als deutlich zu spüren, wie sehr sie die Touristen im Grunde verachten.
So etwas habe er noch in keinem anderen Land auch nur ansatzweise erlebt. Aber
die Sonne und der günstige Preis entschädigten dann doch für
einiges, sodass der Urlaub insgesamt gelungener war als der Ibiza-Aufenthalt
vor einem Jahr.