Laurent auf dem Schäfergassenfest in Frankfurt
30.06.02
© 2002 Crazeheart/Fotos: © 2002 Schwejk

Wie schon 2001 machte Crazeheart auch in diesem Jahr das Frankfurter Schäfergassenfest unsicher, um Laurent dort auftreten zu sehen, und hat darüber diesen ausführlichen Bericht verfasst, wofür ich mich wieder einmal ganz herzlich bedanke! Das Fotografinnenglück war CH leider nicht hold, aber im Schwejk gibt es ja bekanntlich lauter nette Menschen, und so habe ich den Satz "Bedien dich einfach" beim Wort genommen.:-) Special thanks to Schwejk-WebMasterIn Bernadette!

Genau wie im Vorjahr trat auch dieses Jahr Laurent Daniels im Rahmen des Schäfergassenfestes (dessen Veranstalterlokal Schwejk 15 Jahre alt wurde) in Frankfurt a.M. auf. Nun, da Frankfurt praktisch vor meiner Haustür liegt, zögerte ich natürlich keine Minute, denn dieses Ereignis wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen... (schließlich kommt sein Lieblingsstar nicht alle Tage in seine Nähe). Während ich 2001 leider nur kurzfristig und auch nicht von Anfang des Festes an das Glück hatte, dabei sein zu dürfen, stand ich dieses Jahr um Punkt 13 Uhr in der Schäfergasse. Allerdings, so erfuhr ich es von einem der am Fest mitarbeitete, ging das Bühnenprogramm entgegen letztem Jahr erst um 16:45 Uhr los (jedenfalls laut Plan, in Wirklichkeit dauerte es noch länger) und WM-Finalebedingt waren um diese Uhrzeit auch noch kaum Leute auf dem Fest. So hieß es also, mit den wenigen anderen Besuchern und einigen Mitarbeitern Smalltalk abzuhalten und warten, warten, warten.

Zwischenzeitlich ließ sich auch Laurents "First Believer" Stephan Runge auf dem Fest blicken und ich hatte die Gelegenheit ihn zu fragen, wann Laurent käme. Stephan (der inzwischen auch ein Blondschopf ist, an die Interessierten unter euch! ) meinte zu mir, der würde erst um halb 6 kommen. Da war ich also viel zu früh da. Aber ein echter (Hardcore-)Fan will auch warten können und so verbrachte ich die Zeit damit, ein bisschen zu tanzen, auch in der Nähe von Stephan, der lange eher in front of stage denn backstage war und ab und zu lächelte. Und später schlug ich mir dann mit dem Anschauen des Bühnenprogramms die Zeit tot. Da es langsam auf 18 Uhr zuging und ich um 18 Uhr kurz weg musste, um noch etwas zu erledigen, und Stephan immer noch nicht backstage war, fragte ich noch einmal, wann Laurent ungefähr auftreten würde, denn a) hatte sich das ganze zeitlich wohl verschoben und b) war es kurz nach halb 6 und Laurent war noch nicht da... Stephan beantwortete meine Frage erneut und meinte, dass es gut sein kann, dass Laurent um 18 Uhr auftritt und dass er (also Laurent) schon noch kommen würde *g*. Ich beschloss also, als ein neuer Act auf die Bühne kam, schon etwas früher loszugehen, und verabschiedete mich kurzzeitig bei einer von meinen neuen Bekanntschaften, die ich auf dem Fest gemacht hatte und die mit mir in der ersten Reihe stand. Meine Entscheidung stellte sich als gut heraus, denn noch bevor der Act zu Ende war, war ich bereits wieder in der ersten Reihe des Schäfergassenfestes vor der Bühne.

Etwa 2 Minuten später, als ich grade in Richtung Zeil (Frankfurts größte Einkaufsstraße, die Schäfergasse ist eine Seitenstraße der Zeil) blickte, sah ich doch aus der Menge jemanden auf uns zukommen, der gewisse Ähnlichkeit mit einem uns allem bekannten Schauspieler und Sänger aufwies. Und ihr werdet es nicht glauben: Es war jener gewisse Sänger und Schauspieler... Laurent (mit Sonnenbrille und Käppi getarnt, aber wir erkannten ihn trotzdem) lief dann auch direkt an uns in Richtung Backstageeingang (Veranstalterlokal Schwejk) an uns vorbei und blieb dann auch kurz bei uns stehen, um auf das "Hi" meiner neuen Bekanntschaft, die ihn wohl schon etwas länger kennt, zu reagieren. Das restliche Bühnenprogramm verfolgte ich dann natürlich nur mit Ungeduld. Während Travestiekünstler Bäppi la Belle die Leute zum Lachen brachte, bemerkte ich doch, wie ein gewisser Jemand durch die Scheiben des Schwejks auf die Bühne lunzte. Dieser gewisse Jemand bekam dann von 2 weiblichen Wesen aus der 1. Reihe mehrmals zugewunken, Laurent schien es aber nicht zu bemerken (oder er tat nur so und bewies mal wieder sein schauspielerisches Talent.;-)) Jedenfalls ging auch irgendwann Bäppis Auftritt zu Ende, und dank meines Siebs weiß ich nicht mehr, ob sie noch einen Act danach hatten, aber irgendwann kündigte der Moderator des Schäfergassenfestes einen Gast aus Berlin an. Und wie alle wissen dürften, kommt unser Lieblingsstar aus dieser schönen Stadt. Natürlich stieg meine Aufregung nun schlagartig und die Spannung: ist er es oder haben die sonst noch irgendwen aus Berlin? Ließ mir diesen Moment endlos erscheinen.

Zu diesem Zeitpunkt erfuhren wir dann auch den Grund für die strikte Geheimhaltung für und über Laurents mutmaßlichen Auftritt: Er war für einen anderen Star eingesprungen, der abgesagt hatte... Als dann der Moderator einen Kommentar über den nun folgenden Act losließ, der eindeutig auf Philip Krüger anspielte und dann auch noch die Titelmelodie von GZSZ ansummte (oder es zumindest versuchte *g*), war klar, dass der angekündigte Act aus Berlin kein anderer als the one and only Laurent Daniels war. Und als er dann auch endlich den Namen - allerdings n Englisch- aussprach und Laurent (der inzwischen sein Top gewechselt hatte, was er dann noch öfters tat, allerdings ohne das "offizielle Partytop *g*) plötzlich wieder auftauchte, brach der Jubel aus - am meisten allerdings in der Mitte der ersten Reihe.:-) (Die Versuche eines Festbesuchers, mir mit Handzeichen mitzuteilen, dass ich mich etwas zurückhalten sollte, blieben alle wirkungslos, war dies doch der Moment, wegen dem ich nun schon über 5 Stunden auf dem Schäfergassenfest wartete.)

Laurent bemerkte uns schon, bevor es mit seinem Programm losging (kein Wunder, er ist ja vorhin an uns vorbeigelaufen und kurz stehen geblieben), und lächelte uns zu. Der Song, mit dem Laurent sein Opening gab, hätte auch kaum eine bessere Location finden können als ein schwul-lesbisches Straßenfest, denn dabei handelte es sich um keinen anderen Song als "No Limitation to Love"..., leider ohne die dazugehörige Show.:-( Während ich jede Zeile mitsang (denn NLTL steht auf meiner Favoritenliste auf Platz 2), schoss meine neue Bekanntschaft eifrig Fotos. Laurent sagte dann irgendwas von Pop und CD (Himmel, ich glaube, mein Sieb bekommt immer größere Löcher...), und ich weiß nicht, ob das jetzt noch zu NLTL gehörte oder bereits zum nächsten Song, den Laurent mit der Anspielung an eine gewisse Girlband, die den selben Namen trägt, ankündigte. Natürlich wussten wir schon Bescheid, bevor Laurent die Worte "No" und "Angels" aussprach. In diesem Moment musste ich grade an unsere Webmasterin denken und an das, was letztes Jahr auf dem Ravensburger CSD und in der Kölner Kettengasse passiert ist, wenn Laurent den Versuch wagte dieses Lied zu singen. Diese Erinnerungen waren es dann wohl auch, die mich, bevor Laurent anfangen konnte zu singen, dazu veranlassten ein gut hörbares, scherzhaftes "und ja nicht den Text vergessen" in Richtung Bühne zu rufen. Als Beweis, dass es bei Laurent angekommen ist, unterbrach er nun kurzzeitig seine"Moderation" (ist ja üblich, dass Stars auf der Bühne vor den Songs auch noch ein paar Sätze zum Publikum sagen) und meinte spontan etwas leiser, aber dennoch für die nähere Umgebung oder sogar etwas mehr hörbar: "Mal schauen, ob ich's schaff". Und ich konnte mir in Erinnerungen an diverse "Ich muss mal eben meine Fans fragen, wie der Text geht"-Anekdoten ein Grinsen nicht verkneifen. Doch auf die Light-Version von NA mussten wir diesmal verzichten, denn Laurent hat es gepackt, den ganzen Song ohne Aussetzer zu singen. (Hat da etwa jemand heimlich seinen Text gelernt?!? *g*) Nun gut, diesmal ließen those demons Laurents Gedächtnis in Ruhe, dafür schlichen sie sich in meinen Fotoapparat, denn ich konnte genau wie im letzten Jahr keine Fotos schießen, da mein Fotoapparat auf dem Schäfergassenfest seinen Geist aufgeben hat, zumindest bis ich, längst wieder zu Hause, dem Problem auf die Schliche kommen wollte und es plötzlich wieder einwandfrei ging... Ich hoffe dieser Fluch setzt sich nicht fort...

Laurent als wandelnde Zigarettenschachtel

Tja, irgendwann war dann dieses Lied auch zu Ende. Und wieder legte Laurent eine kleine "Moderationspause" ein und begann, von einem kleinen, bescheidenen Album zu reden. Dass es sich bei diesem kleinen bescheidenen Album um "In Progress" (Laurent lieferte uns natürlich auch die Übersetzung des Titels) handelt, muss ich, glaub ich, nicht noch mal extra erwähnen. Dennoch war "In Progress" das Stichwort für die News, und ich würde sagen für die besten seit langem, die Laurent uns mitgebracht hat. Mitten auf der Bühne vor versammelter Mannschaft fügte er fast beiläufig hinzu, dass "In Progress" bald auch offline gekauft werden kann - nämlich in jedem gut sortierten Plattenladen .... und wenn alles glatt geht erscheint auch "Falling out of Love" als Singleauskoppelung. Na wenn das mal keine guten Nachrichten sind... "Falling out of Love" (das mit der Aussage eingeleitet wurde, dass ihm dieser Song sehr am Herzen liegt) war auch der Song, der nun als letzter folgen sollte, und natürlich lief auch er, wie erwartet, einwandfrei.


Die Nichtraucher-Kollektion 2002

Und so ging Laurents Soloauftritt zu Ende. Im Nachhinein kann man sagen, dass Laurent dasselbe gemacht hat, was BSB einst in einem Interview sagten, was sie bei jedem Auftritt machen (und jetzt fragt mich bitte nicht, aus welchen Abgründen meiner kindlich-naiven Vergangenheit ich das aufgeschnappt hab *g*), nämlich sich während des Auftritts auf einige Leute im Publikum zu konzentrieren, um nicht ständig woanders hinschauen zu müssen. Nur bei Laurent gab es einen kleinen Unterschied: Er konzentrierte sich während des Auftritts fast ausschließlich auf einen Fan. Und dieser Fan stand in der Mitte der ersten Reihe, ist 16 Jahre alt und in Internetkreisen auch als "Crazeheart" bekannt... Ja, ja, ich weiß, das gehört zum Programm und ich stand nun mal in der ersten Reihe und war nicht am Fotografieren, und Laurent dürfte schon gemerkt haben, dass ich einer seiner (Hardcore? *g*)-Fans bin, aber trotzdem war es schön, dass Laurent die ganze Zeit bei jeder passenden Textstelle mich angeschaut hat und ich auf mein Lächeln ein Lächeln von Laurent bekam und manchmal das Gefühl zu haben, dass er gerade nur für mich singt, während ich in diese wunderschönen Augen blicken kann und genau weiß, dass er gerade mich anschaut... 3 Zeilen blieben mir in bester Erinnerung: "how I hate to see you blue" (No Angels), "this magical blue eyes..." (Falling out of Love) und " ...with someone as beautiful as you" (auch Falling out of Love). Bevor Laurent im Schwejk verschwand, konnte ich ihm noch mal kurz sagen, dass es klasse war bzw. ihm per Handzeichen alles mitteilen.

Nun war sein Soloauftritt also zu Ende, und während sich immer mehr Leute zur Bühne drängelten, weil Stargast Mary Roos' Auftritt (warum fällt mir grade der Filmtitel "Verrückt nach MARY" ein? *g*) allmählich näher rückte, entfernte ich mich erst mal in Richtung Getränkestände, denn ich hatte wirklich seit 4 ½ Stunden an diesem Sommertag nichts mehr getrunken. Als ich fertig war, machte ich mich auf den Weg zurück ins Gedrängel und kämpfte mich durch die Massen bis vor zum Eingang des Schwejks, denn ich hoffte, dass sich Laurent noch mal außerhalb des Backstagebereiches blicken lässt. Tatsächlich schaute er ab und zu raus, winkte auch ein paar mal den Leuten, die um mich standen (u.a. Karin vom Fanclub) und mit denen ich ein paar Worte wechselte, zu und verschwand dann wieder, ohne mir meine Hoffnungen, ihn in dieser Zeit noch mal backstage zu treffen, zu erfüllen. Tja, so verfolgten wir weiter das Bühnenprogramm. Irgendwann war auch Mary mit ihrem Beitrag zum Jubiläumsfest fertig und während die Bühne noch von Rosenblättern und Co. befreit wurde, tauchten doch Laurent und Stephan wieder in der Tür zum Schwejk auf. Und wenn man bei einem Straßenfest Laurent mit seinem First Believer in der Nähe der Bühne zusammen sieht und die beiden wohl auch noch ein paar Worte wechseln und irgendwie wartend wirken, kann man davon ausgehen, dass nun ein gemeinsamer Auftritt folgen würde... Das war aber in diesem Fall auch nicht so schwer zu erraten, da Laurent es bei seinem ersten Auftritt schon angekündigt hatte. ;o)


Stargast Mary Roos

Tja, was die beiden dann genau zur Show brachten, will ich mal als Kostprobe im wahrsten Sinne des Wortes bezeichnen. Denn die zwei schnappten sich noch 2 andere Künstler, die auch ihre Gigs auf dem Fest hatten, als Backgroundchor und präsentierten uns auf dem Bühnenteller vier Songs mit Grützegeschmack, und zwar nicht ganz so jugendfreie. Als erstes machten die beiden "Sommerpoppen", dann folgte ein Song von Laurent alleine, dann kam Stephan solo, und dann ging es noch mal richtig "ran an den Mann".;o) Bei diesem Auftritt bot mir der Blick auf die Bühne standorttechnisch bedingt nur die Seitenansicht des Geschehens, aber ich bestätige: Laurent sieht auch von der Seite klasse aus.*g* Die beste Einlage des vier Songs langen Grütze-Kostpröbchen kam übrigens auch aus Laurents Mund. Zwar war der Satz relativ "normal", nämlich "...ich bin homosexuell" aber wie schon so oft gehört: der Ton macht die Musik, und Laurents Tonfall bei diesem Satz war einfach zum Wegschmeißen. Schade, dass ich beim Grütze-Original dank der Tatsache, ein paar Jährchen zu spät geboren worden zu sein, nicht mit dabeisein konnte, die Kostprobe versprach jedenfalls den Geschmack einer gar köstlichen Grütze... ;o).

Nachdem das Medley zu Ende war, sagte der Moderator noch, dass Laurent (der inzwischen wieder ein neues Top trug, das ich bereits aus Köln kannte), gleich Autogramme geben werde, und wer eins wolle, solle vorne seitlich an den Bereich neben der Bühne kommen, also praktisch genau da, wo ich stand! Als Laurent von der Bühne abging, stand ich praktisch vor ihm, und da ich ja schon ein paar Tage lang an einer Collage feilte, die ich jetzt auch dabei hatte, sagte ich ihm auch, dass ich ein Geschenk für ihn hätte. Leider gab es zu diesem Augenblick keine Gelegenheit, sie ihm zu überreichen, da schon jede Menge Autogrammjäger ankamen, u.a. meine neue Bekanntschaft, bei der ich vor und während LDs Soloauftritt stand. Während Laurent immer und immer wieder seinen Edding und Autogrammkarten zückte und jedem, der wollte, geduldig Autogramme gab, stand ich wartend neben ihm. Denn auch ich durfte heute nicht ohne Autogramm nach Hause gehen, da ich 2 Leuten versprochen hatte, ihnen welche mitzubringen. Irgendwann war es dann so weit, dass meine neue Bekanntschaft und ich gleichzeitig drankommen wollten. Aber sie ließ mir den Vortritt. Tja ich hab zwar von Köln und anderen Aktionen *g* schon vier Autogramme, aber davon kann man ja nie genug haben.*g* So bat ich Laurent also um drei Autogramme, eins für mich (mal wieder als Crazeheart) und für meine 2 Freundinnen.


Laurent mit Stephan Runge

Noch während die Autogrammaktion lief, fragte mich Karin (lärmbedingt halb über Zeichensprache) ob ich nicht zusammen mit LD ein Foto machen will. Natürlich hatte ich Lust mit dem "sexiest man alive" (wenn man ihn mal live sieht, versteht man auch nur zu gut, wieso er einst diesen Spitznamen verpasst bekommen hat *g*) abgelichtet zu werden. Nur der war momentan noch damit beschäftigt, Autogramme zu geben, aber irgendwann drehte er sich auf Karins Antipper doch um, und dann konnte ich mal wieder mit ihm fotografiert werden. Natürlich handelte es sich auch hierbei wie einst in Köln um eins dieser klassischen Nimm-deinen-Fan-in-den-Arm-und-lächel-in-die-Kamera-Fotos. Doch während wir in Köln beide wenigstens halbwegs saßen (dank einem Rucksack schwebte ich nämlich damals in Köln halb in der Luft) wurde dieses Erinnerungsfoto-Ritual diesmal im Stehen vollzogen.

Nachdem auch das erledigt war, folgte nun meine Chance, Laurent, der ja fotobedingt direkt neben mir stand, mein Fangeschenk zu überreichen. Leider hatte der Transport seine Spuren hinterlassen, was ich allerdings schon vorher in meiner Tasche sah, und so konnte ich Laurent auch vorwarnen, aber er meinte während des Auspackens irgendwas von wegen er wird es in Ehren halten. Als Laurent die Collage dann ausgepackt hatte, sah ich dass neben den Knicken, die sie auf der Fahrt schon bekommen hatte, auch noch etwas anderes etwas kaputt gegangen war, und ich sagte in einem leicht traurigen feststellenden Ton "und kaputt". Aber dann geschah genau wie in Köln etwas, was einfach nur wunderwunderschön war. Zwar nahm er mich diesmal nicht in den Arm, dafür kassierte ich links und rechts auf meinen Wangen so etwas wie ein Küsschen. (Wieso denk ich grade an Baldrian? *g* @ Chris) Tja, kurze Zeit später verschwand Laurent dann wieder im Backstagebereich, nicht ohne mir vorher noch mal zuzuwinken... Etwa 2 Sekunden nachdem er endgültig aus meinem Blickfeld verschwunden war, fiel mir ein, dass ich ihm ja noch ein paar Sachen fragen wollte. Toll, da stand ich also draußen mit meinen Fragen und Laurent war drin. Ich wartete noch ein bisschen in der Hoffnung, er würde sich doch noch einmal rauswagen, aber das tat er nicht.


Was tat er stattdessen? Nach Hause telefonieren...?

In diesem Moment sagte mir der Blick auf meine Handyuhr, dass ich in einer halben Stunde weg müsse. In meiner langsam hochkochenden Panik, sah ich als letzten Versuch meine Fragen (u.a. war auch eine darunter die ich ihm von einer Freundin fragen sollte) doch noch beantwortet zu bekommen, einen der Securities zu bitten, Laurent meine Fragen zu stellen... Wild entschlossen ging ich also zum Eingang und sprach einen der Männer darauf an, doch im selben Augenblick kam ein weiterer Mann hinzu, der unser Gespräch mitbekam und meinte, Laurent wäre nicht mehr im Schwejk. In jenem Augenblick stieg in mir ein Gefühl der Verzweifelung hoch. Die Schäfergasse war so vollgestopft, dass man sich keinen Zentimeter bewegen konnte, ohne irgendwen dabei zu berühren. In meinen Augen hätte es an ein Wunder gegrenzt, Laurent in diesem Getümmel in der Zeit, die mir noch blieb, zu finden - nicht, weil die Gasse so groß war, sondern weil man keinerlei Überblick hatte. Ich beschloss erst mal, an den Rand des Festes bzw. in eine Straße, die an die Schäfergasse grenzte, zu gehen und jener Freundin von mir per Handyanruf zu gestehen, dass ich Laurent leider keine Fragen stellen konnte. Als ich nach ein paar Minuten fertig telefoniert hatte, beschloss ich, noch mal zurück zum Schwejk zu gehen, um noch mal einen allerletzten Versuch zu wagen, denn vielleicht war Laurent inzwischen ja wieder im Schwejk oder der Mann hatte sich geirrt. Also machte ich mich verzweifelt auf den Weg zurück, als plötzlich das eintrat, an das ich überhaupt nicht mehr glaubte. An einem der Getränkestände sah ich doch in der Menge eine Person stehen, die irgendwie nach Laurent aussah. Erst nach dem 2. Blick konnte ich mir eingestehen, dass manche Wunder doch eintreten und dass diese Person wirklich LD war. Natürlich hieß das Ziel, auf das ich nun zusteuerte, nicht mehr Schwejk, sondern Getränkestand.

Langsam ging ich auf Laurent zu, bis ich neben ihn stand und ihn ein wenig aufgeregt, denn schließlich gab es keinen anderen Fan um mich herum, ansprach. Er reagierte auch sofort und wandte sich mir zu bzw. beugte sich beim Gespräch ein kleines bisschen zu mir runter (das kommt davon, wenn man mit 16 aufhört zu wachsen und es grade mal auf lächerliche 1,63 gebracht hat *löl*). Meine erste Frage war, wo er noch so auftritt in diesem Sommer. Zuerst nannte Laurent den schon bekannten Termin in Köln und als nächstes noch "ein paar CSDs", fügte dann aber leider hinzu, dass er die genauen Termine nicht im Kopf hätte. (Sind da etwa wieder those demons zurückgekehrt? ;o) Okay das nehm ich zurück...) Tja, da ich Laurent, der ja hier eigentlich jetzt schon privat unterwegs war, nicht soo lange stören wollte, reduzierte ich meinen ganz persönlichen Fragekatalog auf eine Frage, die zwar nicht unbedingt zum aktuellen Geschehen gehört, die mich aber schon seit längerem interessiert und somit für mich persönlich oberste Priorität hatte. Man weiß ja nie, wann man mal wieder die Gelegenheit bekommt, ein Zwiegespräch (es waren echt keine anderen Fans oder Interessierte da in dem Moment) mit seinem Star zu führen. Jene Frage war, wann Laurent seinen allerersten Song geschrieben hat. Anscheinend schien diese Frage LD in dunkle Ecken seines Gedächtnisses zu schicken, denn er schaute ziemlich nachdenklich in die Luft. Doch irgendwann fand er doch die Antwort auf meine Frage, und ich bekam ein "ungefähr mit 20" zu hören und den Zusatz, dass es dann aber noch eine Weile dauerte bis er es produzieren konnte (und in diesem Moment stellte ich mir die Frage, ob WIR den ersten Song aus LDs Feder vielleicht sogar unwissend auf CD haben... aber ich wollte mich ja auf eine Frage beschränken und notiere diese für ein nächstes Mal, falls sich die Gelegenheit noch mal ergibt...) Da ich es dann aber doch nicht lassen konnte, noch mal über den Auftritt zu reden, tat ich das auch, und Laurent erzählte mir etwas von technischen Problemen, die ich allerdings nicht bemerkt habe außer an meinem Fotoapparat, aber ob LD diese Probleme meinte, wage ich zu bezweifeln *g*). Jedenfalls meinte er dann, er wolle jetzt seine Runde drehen, und davon wollte ich ihn natürlich nicht abhalten, wir verabschiedeten uns, und ich wünschte ihm noch viel Spaß auf dem Fest...

Tja, eigentlich wollte ich noch eine kleine Zusammenfassung schreiben, aber ich denke, das überlebt Ihr bei der Länge nicht... Obwohl der Tag zwar eher langweilig begonnen hatte und das viele, viele Warten auch mühsam war, hat es sich im Endeffekt doch wirklich gelohnt! Und das nicht nur, weil der Gig in meiner Nähe stattfand. Zwar konnte es das Kölner Kettengassenfest 2001 nicht toppen, viele schöne Momente gab es aber dennoch, sodass ich diesen Gig bei den 3 Gigs, auf denen ich bis jetzt war, auf Platz 2 stellen möchte. Laurents Laune an diesem Tag würde ich, soweit ich es mitbekommen habe, als entspannt und ausgeglichen bzw. neutral bezeichnen, wenn ich es mal mit den anderen beiden Gigs vergleiche. Er wirkte zwar sehr anders als auf dem Schäfergassenfest 2001, aber auch nicht so lebensfroh und super gelaunt wie auf dem Kettengassenfest in Köln. Auf alle Fälle war er sehr nett, auch außerhalb des Bühnen- bzw. Backstageeingangsbereiches. Jedenfalls wird mir auch dieser Gig in positiver und guter Erinnerung bleiben und ich hoffe, dass es nächstes Jahr, falls LD wieder auf der Auftrittsliste stehen sollte, genauso schön wird wie 2002.

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